Im August findet wieder das Bergrennen in Steckborn statt. Das OK rund um OK-Präsident Roger Forrer (4.v.l.) freut sich bereits auf die sechste Ausgabe. ⋌Nico Wrzeszcz
01.07.2026 10:34
Bergrennen geht in 6. Runde
Verein «Freunde des Bergrennens» organisieren mit dem ACS Thurgau das Memorial Bergrennen in Steckborn
Anfangs der 1950er-Jahre fanden spontane Bergrennen statt, die dann 1955 und 1962 offiziell durchgeführt wurden. In den 2000ern wurden diese historischen Rennen in die Moderne geführt. Nun findet am Wochenende des 22. und 23. Augusts die sechste Ausgabe des Memorial Bergrennens statt.
Steckborn Nach 2007, 2010, 2015, 2018 und 2023 findet in diesem Jahr das Memorial Bergrennen Steckborn bereits zum sechsten Mal statt. Von der Stadt am Untersee aus führt die Rennstrecke die historischen Fahrzeuge bis zum Eichhölzli hinauf. «Vor drei Jahren konnten wir viele Fahrerinnen und Fahrer sowie Zuschauer an der Strecke begrüssen. Wir blicken auf ein erfolgreiches Bergrennen zurück», so die Medienverantwortliche Christa Klein.
Wald aufgeforstet
2023 hatte man das Ziel, so viele Bäume zu pflanzen, wie Fahrer am Bergrennen teilgenommen haben. Am Ende wurde diese Zahl sogar übertroffen. «Gemeinsam mit dem Förster haben wir nach dem Rennen 2023 500 Bäume gepflanzt», erklärte Claude Schönherr, Präsident des Vereins «Freunde des Bergrennens». In diesem Jahr werde auf diese Aktion verzichtet, aber: «Von der Meldegebühr eines jeden Teilnehmenden fliessen 30 Franken direkt in den Waldunterhalt auf dem Seerücken.»
Zudem werde in diesem Jahr ein ACS Green Team an den Start gehen, das Sonderfeld fahre zugunsten einer umweltfreundlichen Aktivität der Stadt Steckborn. Hervorzuheben sei, dass das Fahrerlager auch in diesem Jahr wieder direkt in der Stadt untergebracht ist. Damit erschaffe man ein Gefühl wie bei einem Volksfest. Viele Fahrerinnen und Fahrer würden bereits am Freitag vor dem Rennen anreisen um die Atmosphäre zu geniessen.
Organisation wird schwerer
OK-Präsident Roger Forrer erklärte, dass es auch für das Bergrennen in der heutigen Zeit schwerer wird, auf finanzielle Unterstützung zu bauen. «Wir sind unseren Sponsoren überaus dankbar. Sie sind für uns und das Bergrennen äusserst wichtig. Aber der finanzielle Aspekt wird gerade in der heutigen Zeit immer anspruchsvoller.» Auch personell sei ein solcher Anlass alles andere als leicht zu stemmen. So sei das gesamte OK nur ehrenamtlich tätig, jeder habe noch einen normalen 100%-Job.
Der Rennbetrieb werde durch die ACS Sektion Thurgau und ihre Sportkommission organisiert. «Für den reinen Rennbetrieb sind am Rennwochenende 100 Helferinnen und Helfer im Einsatz», betonte Christof Papadopoulos, ACS Sektion Thurgau Geschäftsführer. Gesamthaft seien somit über 200 Helferinnen und Helfer für den Anlass im Einsatz, alles auf ehrenamtlicher Basis.
Beim Bergrennen gebe es am Samstag und Sonntag jeweils von 9 bis 17 Uhr Fahrbetrieb. «Das Memorial Bergrennen unterteilt sich in zwei Kategorien, Corso und Performance. Beim Corso steht die Fahrzeugpräsentation der historischen Oldtimern bis Jahrgang 1991 im Vordergrund.» Hier gehe es einzig darum, die Fahrzeuge zu präsentieren. In der Kategorie Performance geht es um die Leistungsdemonstration. Die Autos und Motorräder gehen in geregelten Abständen bei Einzelstarts auf die Strecke, es wird jedoch ohne Zeitnahme und Rangliste gefahren.
Neuer Teilnehmerrekord
Innerhalb von fünf Wochen war das Teilnehmerfeld bereits ausgebucht, 350 Fahrzeuge, darunter 43 Motorräder, sind für das Memorial Bergrennen angemeldet. 121 dieser Teilnehmenden stammen aus dem Kanton Thurgau, 23 davon direkt aus Steckborn. «Das älteste Fahrzeug, welches am Rennen teilnehmen wird, ist ein American La France aus dem Jahr 1915. Generell besticht das Teilnehmerfeld durch eine grosse Vielfalt bei den Fahrzeugen», betonte Papadopoulos.
Tickets für das Memorial Bergrennen Steckborn sind bereits jetzt schon unter eventfrog.ch erhältlich. Die Tageskarte für Erwachsene kostet 20 Franken, Kinder bezahlen nur acht Franken, Kinder unter sechs Jahren sind gratis. Zudem gibt aus auch Wochenendtickets für beide Tage. Hier kostet ein Erwachsenenticket 35 Franken, für Kinder liegt der Preis bei 15 Franken.
Von Nico Wrzeszcz