Ein Déjà-vu und der nächste Schritt im Lernprozess
Der FC Frauenfeld startet mit einem Sieg in die neue 2.-Liga-interregional-Saison. Der entscheidende 2:1-Treffer fällt gegen den FC Ruggell erst in den Schlussminuten.
Der FC Frauenfeld gewann sein erstes Saisonspiel. Archivbild: Markus Bauer
Der FC Frauenfeld startet mit einem Sieg in die neue 2.-Liga-interregional-Saison. Der entscheidende 2:1-Treffer fällt gegen den FC Ruggell erst in den Schlussminuten.
Fussball Es ist ein nervenaufreibender Meisterschaftsauftakt für den FC Frauenfeld. Um die Stundenmarke kommen sie unvermeidlich hoch, die schmerzhaften Erinnerungen an das Cup-Aus gegen Linth vor einer Woche. Denn der Spielverlauf, er ist bis dahin ein Déjà-vu zur damaligen Last-Minute-Niederlage.
Auch gegen Mitaufsteiger Ruggell startet Frauenfeld besser in die Partie. Zwar ist klar ersichtlich, dass bei den Liechtensteinern eine verbesserte Mannschaft auf dem Platz steht als noch im OFV-Final vor zwei Monaten. Diesen gewann Frauenfeld komfortabel mit 4:0. Dennoch schafft es der FCF, im ersten Durchgang eine gewisse Spielkontrolle zu etablieren. Die Thurgauer dürfen sich erneut über eine Pausenführung freuen. Diese ist angemessen, aber auch nicht zwingend – insbesondere angesichts dessen, dass Colin Sterns 1:0 in der 26. Minute wohl mehr Flanke als Schuss ist.
In der Pause nehmen sich die Frauenfelder vor, die Sache besser anzugehen als in der Vorwoche. Heisst: Auf keinen Fall nachlassen. Doch wie eingangs angetönt wiederholt der FCF den Fehler aus dem Cupspiel. Frauenfeld verschläft den Start in die zweite Halbzeit. Die Folge ist der 1:1-Ausgleich für Ruggell in der 54. Minute, an dessen Ursprung ein unnötiger Frauenfelder Ballverlust steht.
Und so sieht sich die Vintem-Equipe wieder mit der gleichen Situation konfrontiert: Zur Pause zurecht in Front gelegen, dann den Gegner ins Spiel kommen und ausgleichen gelassen. Das Momentum liegt bei Ruggell, ebenso wie es vor einer Woche auf der Seite von Linth gewesen war. Aber dann schafft es diese junge FCF-Mannschaft, in diesem konstanten Lern- und Findungsprozess, in dem sie sich seit Beginn der Vorbereitung befindet, den nächsten Schritt zu machen. Sie rappelt sich auf, findet wieder ins Spiel – und darf vorne wieder einmal auf die Qualitäten von Diogo Lopes zählen.
Seinen schnellen Vorstoss können die Gäste nur mit einem Foul stoppen. Den fälligen Freistoss schnappt sich Lopes selbst. Und weil sich der Ruggell-Schlussmann verschätzt, erzielt der FCF-Flügelmann fünf Minuten vor Schluss das 2:1, das schlussendlich siegbringend ist. Denn in der Folge lässt Frauenfeld nichts mehr anbrennen, verteidigt das eigene Tor mit vereinten Kräften. Es ist eine Willensleistung, dank der diese ersten drei Punkte eingefahren werden.
Von Perfektion ist der FCF noch weit entfernt, aber es ist eine schrittweise Entwicklung festzustellen. Am kommenden Samstag wird Frauenfeld weiter wachsen müssen, um zu Gast beim ambitionierten FC Balzers bestehen zu können.
red
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